Kunde

Personal Projekt

Regie

Sarah Klostermeier

Motion Design

Sarah Klostermeier

Musik

Marvin Tom Gerstmeier

Sounddesign

Nicole Pietruschka

Produktion

Filmakademie Baden-Württemberg

full Video on vimeo

INFO:

In unserer heutigen Welt wurden Standards lange Zeit von Männern gesetzt, während Frauen oft als Randphänomen behandelt wurden. Diese Geschlechterungleichheit zeigt sich bis heute in vielen Lebensbereichen, darunter Haushalt, Arbeitswelt, Medizin und Verkehr. Während manche Ungerechtigkeiten wie Belästigung auf der Straße in Form von Catcalling öffentlich sichtbar sind, sind viele Lücken so tief in unserem Alltag verankert, dass sie häufig gar nicht mehr auffallen. Genau diese verborgenen Ungleichheiten sichtbar zu machen, ist der Kern meiner Abschlussarbeit mit dem Titel Mind the Gap.

Mind the Gap ist eine Serie aus kurzen Episoden, die jeweils von unterschiedlichen Designerinnen und Designern gestaltet werden und anschaulich Geschlechterungerechtigkeiten im Alltag zeigen.

Bleibt dran, während wir weiterhin versteckte Ungleichheiten in unserem Alltag aufdecken eine Episode nach der anderen. Neue Folgen erscheinen jeden Monat auf Vimeo und Instagram unter @mindthegap_serie.

🏥 Mind the Gap Episode 04 🏥

Hattest du schon einmal das Gefühl, dass deine Gefühle oder Beschwerden abgetan oder verdreht wurden, sodass du an deiner eigenen Wahrnehmung gezweifelt hast? Das nennt man Medical Gaslighting und Frauen sind davon besonders häufig betroffen. Von ignorierten oder verharmlosten gesundheitlichen Problemen bis hin zu medialen Darstellungen, die schädliche Stereotype verstärken, kann diese subtile Form der Manipulation dazu führen, dass Frauen ihren eigenen Erfahrungen misstrauen.

Studien zeigen, dass die Schmerzen von Frauen weniger ernst genommen werden als die von Männern. Das führt zu Verzögerungen bei Behandlung und Unterstützung. Schmerzen von Frauen werden zudem häufiger psychischen Ursachen zugeschrieben, anstatt als legitimes körperliches Problem anerkannt zu werden. In der Folge erhalten Männer eher Schmerzmittel, während Frauen überproportional häufig Antidepressiva verschrieben bekommen selbst dann, wenn ihre Symptome körperlicher Natur sind.

Das ist nicht nur frustrierend, sondern schädlich. Mind the Gap macht diese Mechanismen sichtbar und stellt die Erzählungen infrage, die Frauen ausbremsen.